Von der Ostfriesischen Teezeit zur Kirschblüte im Alten Land | TEIL 2 Bremen & Bremerhaven

Frühling ist nun endlich angebrochen, die Equinox liegt hinter uns und nun kommt die Zeit, in der es außerhalb des Campers mindestens genauso schön ist, wie drinnen (wenn nicht sogar mehr…).

Zeit für ein paar Ausflugstipps für die Zeit vor und nach Ostern. Und so dachten wir uns, gehen wir im „Uhrzeigersinn“ vom Norden nach Westen und geben Ihnen einen Eindruck von attraktiven Zielen in Deutschland.

Deswegen fangen wir hier im Norden an.

TEIL 2: Bremen und Bremerhaven

Ich möchte es gleich vorausschicken: ich stamme aus Bremerhaven und bin mit vollstem Herzen Bremer und Hanseat und vielleicht etwas „befangen“. Allerdings habe ich jetzt auch durch meine Arbeit für Pössl wertzuschätzen gelernt, was meine Heimat mobilen Reisenden zu bieten hat. Bremen und Bremerhaven bieten hanseatische und maritime Atmosphäre in einem urbanen Kontext, wie es andere Hansestädte nicht tun: bodenständig, traditionell und ihrer historischen Bedeutung bewusst. Und allein deswegen ist meine Heimat mobil reisend eine gute Zwischenstation auf unserem Norddeutschlandtripp.

Und hier sind meine Empfehlungen für Bremen:

Bremen ist eine Hansestadt mit Tradition. Und diese ist in der ganzen Innenstadt sichtbar. Allein der Spaziergang vom Hauptbahnhof über die malerischen Wallanlagen (verpassen Sie keinesfalls einen Spaziergang dort, inklusive einer Teezeit in der Mühle am Wall), über die Sögestraße zum weltbekannten Rathausplatz mit seinem imposanten Rathaus und dem steinernen Roland, ist ein Muss. Von dort aus erreichen Sie nicht nur die berühmte Böttcherstraße mit ihrem Mix aus traditionellen gotischen und Art Deko Architektur, sondern auch das östliche Weserufer mit ihren gemütlichen Lokalen und etwas südlicher (tatsächlich lediglich auf der anderen Straßenseite der Balgenbrückstraße) das malerische Schnoor Künstlerviertel mit seinen schmalen Gassen, seinen vielen kleinen Kunsthandwerksläden, Galerien und Lokalen.

Und wenn sich der Tag dem Ende entgegengeht, so bieten traditionelle und recht einzigartige Lokalitäten wie der Ratskeller, das Bremer Hofbräuhaus, das Restaurant Friesenhof am Baumwollkontor, die Schüttinger Gasthausbrauerei und die berühmte Lokalmeile des Ostertorsteinwegs für hanseatische Gastlichkeit.
Außerdem sollten Sie in jedem Fall auch die Programme der diversen Theater in Bremen durchsehen – vom Musicaltheater bis zur Shakespeare Company, sollte dort für jeden etwas dabei sein.

Und für die kulturelle Bildung sind das Nordseemuseum am Bahnhofsplatz, die Kunsthalle Bremen und das Focke Museum Eindrücke in den kulturellen Einfluss der Hansestadt.

Nähere Informationen finden Sie hier auf der Touristik-Website der Hansestadt Bremen.

Unsere Camping-Tipps für Bremen:

Sehr zentral gelegen ist der Reisemobil-Stellplatz Am Kuhhirten. Gelegen auf dem Landstrich zwischen Weser und Werdersee, sind Sie dort nicht nur zentral untergebracht, sondern auch für innenstädtische Verhältnisse recht ruhig und mit exzellentem Service.

Nähere Informationen zu diesem Stellplatz finden Sie hier.

Auch Bremerhaven hat eine Menge für den mobil Reisenden zu bieten.

Die Stadt an der Wesermündung hat nicht nur einen schönen befestigten Deich, sondern auch diverse Museen, welche die maritimen Traditionen Deutschlands eindrucksvoll dokumentieren und den einzigartigen berühmten Zoo Am Meer. Hier die wichtigsten Empfehlungen:

Deutsches Schifffahrtsmuseum mit Museumshafen. Wer einen umfassenden und vor allem eindrucksvollen und spannenden Einblick in die maritime Welt der deutschen und internationalen Schifffahrt gewinnen möchte, der kommt am Deutschen Schifffahrtsmuseum nicht vorbei. Hier wird die Welt der Schifffahrt dem Besucher fachlich, wie auch historisch nahegebracht. Von komplett nachgebauten Schiffsinnenräumen, zu einem aktiven Radarraum bis hin zu einer komplett restaurierten Hansekogge lässt sich alles über das erfahren, was Bremerhaven ausmacht. Außen – in Bremerhavens Alten Hafen – kann man Museumsschiffe wie den Schoner Seute Deern, ein Feuerschiff und sogar ein U-Boot besichtigen. Auch für Kinder ist der Museumsbereich ein Erlebnis: von Modellschiffen im Museum bis hin zu einem großen Spielplatz ist auch für den Spaß der Kleinen gesorgt.

In direkter Nachbarschaft zum Schifffahrtsmuseum befindet sich das Klimahaus, in dem man diverse globale Klimata mit der dazugehörigen Fauna besichtigen kann. Das Klimahaus ist ein technisches und architektonisches Meisterwerk, in dem man vor allem die geführten Besichtigungen in keinem Fall versäumen sollte.

Einen historisch sehr interessanten, wenn auch etwas nüchternerer Aspekt des Bremerhavener Hafengeschehens wird im sogenannten Auswandererhaus gezeigt. Am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war Bremerhaven nämlich einer der wichtigsten Auswandererhäfen Europas und dies wird eindrucksvoll in diesem Museum gezeigt.

Am Ende eines Spaziergangs auf dem befestigten Weserdeich bietet sich ein Besuch des Zoo am Meer an, der von uns Bremerhavenern liebevoll „die Tiergrotten“ genannt wird. Neben einem (Nordsee-) Aquarium und Außengeheben mit Seehunden, Seelöwen, Pinguinen und Eisbären, beherbergt der Zoo am Meer eine deutschlandweit einzigartige Ausstellung, in der die Besucher aller Altersklassen hautnah in die Geschehnisse im Zoo eingeweiht werden.

Bremerhavener Heimatgeschichte wird im Heimatmuseum an der alten Geestebrücke gezeigt. Eine rundum eindrucksvolle Ausstellung, welche in einzigartigen Exponaten die knapp 200-jährige Geschichte Bremerhavens und Umland zeigt.

In keinem Falle sollte man eine Hafenrundfahrtversäumen, die man sowohl vom Innenstadthafen aus, als auch im Fischereihafen starten kann.

Vom Fischereihafen gesprochen: hier finden sich auch viele Gelegenheiten, sehr gut Fisch- und Meeresfrüchte zu genießen. Außerdem bietet Bremerhaven über das ganze Stadtgebiet verteilt genügend gemütliche Lokalitäten zu einkehren: vom Mediteraneo am Alten Hafen, über das Bauhaus, der Strandhalle und diversen Fischlokalen im Fischereihafen.

Nähere Informationen bietet die Touristik-Website der Seestadt Bremerhaven.

Unsere Camping-Tipps für Bremerhaven:

Wer gern mitten im maritimen Geschehen sein und auch gern die vielen Sehenswürdigkeiten zu Fuß bestaunen möchte (ca. 10 – 20 Minuten Fußweg in die Innenstadt), der ist in Bremerhaven am besten auf dem Stellplatz an der Doppelschleuse aufgehoben. Dort liegt man inmitten des schifffahrtlichen Geschehens und kann auf der einen Seite die Weserschifffahrt und auf der anderen Seite den Verkehr der Doppelschleuse bewundern. Der Stellplatz ist leicht von der Autobahn zu erreichen, eingezäunt und gut bewirtschaftet.

Nähere Informationen findet man hier.

Wer es dann doch gern etwas zentraler möchte, der kann den Stellplatz am havenhostel Bremerhaven nutzen. Dieser liegt mitten in der Innenstadt und bietet durch die moderne Herberge alle Annehmlichkeiten und Services.

Nähere Informationen findet man hier.


 

Artikel: Holger Hallmann | Camping-Tipps: Klaus Schwirten